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08. Oct. 2015
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08. Nov. 2016
#askUS: Was passiert eigentlich mit Rubio’s Delegierten?

#askUS: Was passiert eigentlich mit Rubio’s Delegierten?

In unserer unregemäßigen #AskUS Kolumne beantworten wir LeserInnenfragen. Wenn Du auch eine Frage hast, schreib sie einfach auf TwitterFacebook oder Email

Eine ausgezeichnete Frage, die keine klare Antwort hat, aber ein Anlass ist um noch einmal über Delegate Math und vor allem Delegate Selection zu sprechen.

Der einfache Grund für die komplizierte Antwort: Föderalismus. Jeder einzelne Staat – jede einzelne Partei in jedem Staat, um genau zu sein – hat eigene Regeln für unterschiedliche Szenarien (1).

Rubio hat 169 Delegierte gesammelt, bevor er seine Kampagne suspendiert – nicht beendet (!) – hat, Ben Carson hatte acht, Bush vier, Fiorina, Huckabee und Paul jeweils eine/n. Je nachdem in welchem Bundesstaat sie gewonnen wurden, gelten andere Regeln für sie. Das kann bedeuten, dass sie völlig frei sind (und zB jene Person wählen, die ihr/e KandidatIn endorsed hat), wenn ihr Kandidat aus dem Rennen gegangen ist oder dass sie noch ein, zwei,  drei (FL) oder unendlich viele Wahlgänge (NC) für den/die KandidatIn stimmen müssen.

Gerade wenn eine Contested Convention nicht mehr völlig unwahrscheinlich ist, ist ein Faktor nicht unwesentlich: Delegate Selection – Wer sind diese Menschen sind, die da in Cleveland im Juli den republikanischen Kandidaten bestimmen und wie werden diese Menschen ausgesucht?

Anders als bei Bundesparteitagen hier, wo vor allem jene Menschen delegiert werden, die ohnehin schon eine Funktion haben, sind Delegates zur Demokratischen und Republikanischen Conventions tatsächlich oft Menschen von der Basis: Als ich etwa 2008 einige Wochen bei der Demokratischen Partei in Tennessee verbracht habe, war an einem Wochenende die County Convention bei der sich alle interessierten Menschen zur Wahl stellen mussten und sich in Mini-Kampagnen um die begehrten Plätze bewarben.

In Iowa findet die Auswahl der Delegates während des Caucus statt – sobald feststeht, welcher Kandidat im Precinct gewonnen hat, schnappsen sich die Anwesenden aus, wer diese Entscheidung auf der nächsten Ebene vertritt. So geschah es etwa, dass Ron Paul in Iowa zwar nicht den ersten Platz belegte, aber alle Delegierten einsammelte. In normalen Wahljahren ist das ein statutarischer Trick, der belächelt wird. Wenn es darum geht Trump zu stoppen, werden solche Prozesse interessant, denn dann geht es darum Delegationen von Winner Take All Staaten die Trump gewonnen hat, mit möglichst vielen Trump GegnerInnen zu infiltrieren, die ihn nur im ersten Wahlgang wählen müssen.

Das alles ist natürlich vor allem statutarische Spielerei. Statuten sind Regeln, die sich die Partei selbst gegeben hat und jederzeit wieder ändern kann. Sie sind nicht der Grund, warum solche obskuren Szenarien unwahrscheinlich bleiben werden. Der Grund dafür ist im Bild nach außen: Die politischen Kosten, mitten im Spiel die Spielregeln zu ändern um den „Willen der Basis“ mittels statutarischen Tricks zu verhindern, sind enorm hoch und machen KandidatInnen, die davon profitieren würden gegenüber einem/r Demokratischen GegnerIn verwundbar.

(1) Wer wirklich in die Tiefe gehen will, findet hier eine Zusammenfassung aller Regeln bereits gehaltener Wahlgänge. 

 

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