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    To God goes the glory
08. Oct. 2015
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08. Nov. 2016

Four More Years

Nach drei Tagen DNC ist klar, was die Botschaft der DemokratInnen ist: Während die RepublikanerInnen mit Angst vor Fremden und Abstieg punkten wollen, zeichnen die DemokratInnen ein vielfältiges Bild und zeigen: Wir sind so bunt, wie Amerika. Die OrganisatorInnen lassen auf und hinter der Bühne keine Gelegenheit aus, Diversität zu zelebrieren – sei es mit Pressekonferenzen mit allen 28 transsexuellen Delegierten oder der Nationalhymne gesungen von einem Blinden mit infantiler Zerebralparese (1).

Es scheint auch, als hätte die Clinton Kampagne damit – endlich! – ihren Slogan gefunden: Stronger Together.

Und es gibt noch einen zweiten Wert, den die Convention mit Hillary Clinton in Verbindung bringen will: Compassion – Mitgefühl. Fast jeder Redner erzählt eine Geschichte die Clinton als engagierte Mikromanagerin zeigt, die sich der Probleme anderer annimmt – am zweiten Tag jener von children and families, am heutigen Mittwoch war eine ganze Stunde der Trinkwasserkrise in Flint, Michigan gewidmet.

Doch pünktlich zur Prime Time wurde endlich das Thema, über dessen Fehlen sich die Republikaner seit Tagen beschwerten. Allerdings haben sich das die Republikaner wohl anders vorgestellt:  “Keeping America Safe” wurde von einem Video eingeleitet in dem ausschließlich Republikanische PolitikerInnen – bis hin zu Mitt Romney und John McCain – über die Tatsache sprechen, dass Donald Trump nicht bereit ist, dieses verantwortungsvolle Amt innezuhaben. Vom ehemaligen Bürgermeister von New York Mike Bloomberg, der das Amt zuletzt als Independent inne hatte bis zum ehemaligen Chef der CIA Leon Panetta – der von der Californischen Delegation mit ‘No More War’ rufen bedacht wurde – hatten alle lobende Worte für Hillary und Tadel für Donald. Vor allem Bloomberg und nach ihm Joe Biden heizten dem Republikanischen Kandidaten mit One Linern ein: “I’m from New York, I know a con when I see one” (Bloomberg) oder “Donald, you’re not fit to polish John McCain’s boots!” (Admiral John Hutson) “No major party, no major party nominee in the history of this nation has ever known less has been less prepared to deal with our national security.” (Joe Biden).

Nach so viel Zing hatte der Vizepräsidentschaftskandidat Tim Kaine Probleme den Raum bei Stimmung zu halten. Seine Rede war die schwächste des Abends.

Daran kann sich aber wohl niemand mehr erinnern, denn dann kam Obama. Auf den Tag genau 12 Jahre nachdem ihm seine DNC Rede ins Nationale Rampenlicht geholt hat, machte er seine Abschiedsrede zur Staffelübergabe an Hillary Clinton. In einer Rede wie nur Obama sie halten kann zeichnete er eine Vision eines besseren Amerika, an der er acht Jahre lang gearbeitet hat und die nur Hillary Clinton fortführen kann. “that’s why I can say with confidence there has never been a man or a woman — not me, not Bill, nobody — more qualified than Hillary Clinton to serve as president of the United States of America.a woman — not me, not Bill, nobody who is more qualified to be president than Hillary Clinton.”

Doch obwohl man meinen möge, es schicke sich nicht für einen Präsidenten mit dem politischen Gegner in den Ring zu steigen, griff Obama Trump härter an, als er jemals McCain oder Romney angegriffen hatte. “what we heard in Cleveland last week wasn’t particularly Republican – and it sure wasn’t conservative.” war da noch das Harmloseste – im Schlussakkord nannte er “hausgemachte Demagogen” in einem Atemzug mit Kommunismus Faschismus und Jihadisten als Gefahr für amerikanischen Werte.

Die Rede wollte alles – und schaffte alles. Ein feuriges Endorsement, ein frontaler Angriff und eine freundliche Geste Richtung Sanders Unterstützer die er als Vorbild in Sachen Euphorie und Hartnäckigkeit hervorhob.

Und nicht zu letzt war es auch eine Abschiedsrede: “I have confidence, as I leave this stage tonight, that the Democratic Party is in good hands.” Die Rufe nach “Four More Years” waren überraschend zurückhaltend, als die Menge mit “Thank you” und “Yes We Can” Schildern zu tausenden um Mitternacht aus der Arena strömten.

 

(1) Es ist wohl kein Zufall, dass er dieselbe Krankheit hat, wie ein Journalist über den sich Donald Trump lustig gemacht hat. Stronger Together

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