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08. Oct. 2015
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08. Nov. 2016
POTW: Elizabeth Warren

POTW: Elizabeth Warren

Man könnte ja jeden Tag was neues über Trump schreiben. Etwa den längst überfälligen Pick of The Week zu Scott Adams Master Persuader Theorie. Oder die Tatsache, dass er und Sanders letzte Woche damit geplänkelt haben, die Frontrunnerin zu umgehen und einander in Kalifornien zu debattieren. Oder dass er nicht nur alle Skandale der 90er sondern auch alle Verschwörungstheorien um die Clintons ausgräbt – kürzlich etwa jene, der Selbstmord eines Advisors sei kein Selbst- gewesen.  Genau das ist das Problem der DemokratInnen in diesem Wahlkampf: In einer Kampagne, in der Donald Trump seit mittlerweile fast einem Jahr jeden Nachrichtensyklus dominiert, kommt man schwer mit eigenen Botschaften durch. Deshalb geht’s heute mal nicht (primär) um Trump, sondern um eine, die zu Clinton’s bester Angreiferin gegen Trump werden könne – auch wenn sie und Clinton garnicht so gut miteinander können: Elizabeth Warren.

Elizabeth Warren ist eine Spätberufene: Mit 59 Jahren hatte sie ihren ersten politischen Job. 2008, während der Finanzkrise wurde die auf Privatkonkurs spezialisierte Juristin von den DemokratInnen in Senat zur Chefin des Congressional Oversight Committee des Troubled Asset Relief Program (TARP) nominiert – eine der wichtigsten Institutionen zur kontrollierten Abwicklung der Folgen der Finanzkrise.

Schon als Wissenschaftlerin begann sie laut über eine neue Behörde nachzudenken, die (Bank)KonsumentInnen vor Schindluder schützen sollte. Als die Consumer Financial Protection Agency 2010 durch das umfassende bi-partisan Bankenreformgesetz Dodd-Frank Act gegründet wurde, wurde sie zu einem der frühsten und prominentesten Opfer republikanischer Blockadepolitik und nicht zur ersten Chefin der Behörde.

Die Blockade bereuten die RepublikanerInnen aber schon zwei Jahre später, als Warren 2012 gegen den gerade erst in einer Special Election gewählten Senator Scott Brown gewann. Ihre Rede bei der Democratic Convention in diesem Sommer spornte – wie bei Obama 8 Jahre zuvor – die Gerüchte über eine mögliche Kandidatur 2016 an.

Doch dazu kam es nicht: Trotz beeindruckender Versuche der beiden progressiven Powerhouses, MoveOn.org und Democracy for America, Warren zu einer Präsidentschaftskandidatur zu überreden – die Organisationen gaben Millionen bereits im Jänner 2015 Millionen für Warren in New Hampshire und Iowa aus – blieb Warren wo ist ist. Ganz umsonst war diese Bemühungen allerdings nicht: Die Infrastruktur und Themen gingen fast zu 100% in Sanders Kampagne auf.

Nicht erst seit dessen Aufstieg wird Warren als VP Kandidatin gehandelt – sie würde die progressive Basis mindestens so sehr euphorisieren wie Sanders und Clinton hat nicht ausgeschlossen, dass ihre VP eine Frau sein könnte (die Geschichte hat bewiesen dass Single Gender Tickets bisher eine ganz gute Gewinnchance hatten). Doch zwei Gerüchte sprechen dagegen: Erstens wird Clinton und Warren kein besonders gutes Verhältnis nachgesagt und zweitens hasst Warren wahlkämpfen, heißt es.

Immerhin hat Warren einen außergewöhnlich guten Job: Sie ist eine der bekanntesten SenatorInnen und hat sich durch ihre Email, Facebook und Twitter Kommunikation ein gut funktionierendes Megaphon aufgebaut, mit dem sie Themen setzen und Geld sammeln kann. Und in letzter Zeit nutzt sie es vermehrt gegen Trump. Seit einigen Wochen ist ihr Twitter Feed fast ausschließlich ein Frontalangriff auf den Republikanischen Kandidaten – nicht ohne Witz: Ihre Tweets ähneln stilistisch oft jene Trumps, gerade was Trumps Einworteinordnung am Ende eines Tweets angeht: Sad. Lame. Pathetic.

Offenbar geht Trump das mehr unter die Haut als andere Angriffe, schließlich ist Warren neben Clinton die einzige Demokratische PolitikerIn, die einen Trump Spitznamen bekommen hat: Pocahontas – schon während ihres Senatswahlkampfs wurde sie dafür attackiert sich in einem Jus Verzeichnis als Minderheit (ihre groß-groß-großmutter soll Native American gewesen sein) identifiziert wurde.

Das Video, das die aktuelle Schlacht im Twitter Gefecht ausgelöst hatte, wurde mittlerweile fast 290,000mal gesehen

Das ist es wohl, das NPR meint, wenn sie schreiben: „There’s no question, Warren has emerged as one of 2016’s biggest influencers. And now she is perceived as the person who can best unify Clinton’s supporters with those of Bernie Sanders.“ 

 

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