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08. Oct. 2015
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08. Nov. 2016

Role Models

Schön langsam zeichnet sich ab, mit welchem Narrativ die Clinton-Kampagne sich gegen Donald Trump durchsetzen möchte. Unser obiges Video der Woche ist ein gutes Beispiel dafür. Auf den Punkt gebracht könnte dessen Botschaft lauten: Fürsorgliche Eltern wählen Clinton.

Der neue Clinton-TV-Spot ist seit dem 14. Juli on air und stammt aus dem Hause Droga5, wurde also von jener Werbeschmiede produziert, die bereits für einen anderen hier besprochenen Clinton-Clip verantwortlich zeichnet, in dem das Engagement der demokratischen Kandidatin für Kinder und Familien im Mittelpunkt stand.

Der Spot ist so simpel wie emotional: Gezeigt werden Kinder, die gebannt vor den Fernsehgeräten sitzen, während einige von Donald Trumps kontroversiellsten Aussagen über den Bildschirm laufen. Die dabei verwendeten Zitate sind drastisch, allgemein bekannt und verstörend – so wie z. B. Trumps Erklärung, dass er jemanden in der Mitte der Fifth Avenue erschießen könnte und trotzdem keine Wähler verlieren würde. Stumm und mit großen Augen starren die kleinen Mädchen und Jungen auf derartige Aussagen, bis eine schlichte Text-Einblendung die Szenerie unterbricht: „Unsere Kinder schauen zu. Welches Beispiel geben wir Ihnen?“

Danach zeigt der TV-Spot eine Ausschnitt aus der Rede von Hillary Clinton, die sie in Brooklyn gehalten hatte, nachdem sie die Vorwahlen der Demokraten gewonnen hatte. Dabei verbindet Clinton die historische Bedeutung der bevorstehenden Wahl mit der Verantwortung von Eltern und Großeltern für künftige Generationen: „Our children and grandchildren will look back at this time, at the choices we are about to make, the goals we will strive for, the principles we will live be and we need to make sure that they can be proud of us.“

Laut Medienberichten investiert das Clinton-Camp rund acht Millionen US-Dollar, um diesen Spot in acht battleground states zu zeigen – was als Indikator dafür betrachtet werden kann, dass man dieser Botschaft eine große Wirksamkeit zuschreibt, um schwankende Wähler/innen zu gewinnen (insbesondere Frauen könnten bei dieser US-Wahl letztlich zur wahlentscheidenden Gruppe werden). Ein interessantes Detail dabei ist, dass die dahinter liegende Metapher – das Konzept der „fürsorglichen Eltern“ – perfekt zu jenem Denkmuster passt, dass der Linguist George Lakoff in seinem Buch „Moral Politics“ der Weltsicht von US-Demokraten zugeschrieben hat (während er Republikanern das Konzept des „strengen Vaters“ zuordnet). Es wäre wohl ein eher großer Zufall, wenn das ein Zufall wäre …

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