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08. Oct. 2015
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08. Nov. 2016
Trump Douze Points

Trump Douze Points

Akkreditierungen

Der Tag beginnt mit einem Win: Nach einer Schnitzeljagd, die mehr als 24 Stunden zuvor begann, haben wir endlich alle unsere Akkreditierungen. Ab jetzt hängen uns sechs unterschiedliche A5 Karten vom Hals: Eine Akkreditierung ins Media Center, das etwa 10 Minuten von der Arena ist, eine Secret Service Karte, mit Profilfoto, das wichtig aussieht, aber unnötig ist – man kommt damit nur auf Shuttle vom Media Center zur Convention und erspart sich damit 10 Minuten Gehtzeit – und Zugang zur Arena, für jeden Tag eine.
Dieser Christbaumbehang ist hart erkämpft: Eineinhalb Stunden mit Hundert anderen in der falschen Schlange, dann fünf Minuten nachdem die Richtige geschlossen wurde, Gerüchte sie würden am Nachmittag wieder aufmachen, die sich nur teilweise bestätigen – um 16 Uhr kommt nur eine Person für Presseakkreditierungen, nicht für den Rest – und am nächsten Tag schließlich binnen 5 Minuten problemlos ausgehändigt bekommen.

Melania

Word on the Street ist heute Melania. So kann ein Faux-Pas das Messaging eines gesamten Abend zerstören: Über Benghazi spricht hier niemand mehr, obwohl ein Großteil der gestrigen Reden versucht hat, das erneut zum Thema zu machen. Von Cable News bis Twitter – sogar FOX News, wenn auch im Läufer – sprechen über die frapanten Ähnlichkeiten zwischen ihrer Rede mit jener von Michelle Obama 2008.

Tage vergehen schnell auf so einer Convention – man hat immer das Gefühl nicht genug zum recherchieren bekommen und schon garnicht zu schreiben. Ein, zwei Termine und plötzlich ist es 16 Uhr und das Programm des Parteitags beginnt. Heutiges Highlight: Die offizielle Nominierung.

Roll Call

Roll Call ist ein bisschen wie Song Contest: Jeder Staat wird in alphabetischer Reihenfolge aufgerufen und eine Person mäßiger, lokaler Prominenz (der Sohn Christie’s in NJ, der gefeuerte Kampagnenmanager in NH, etc.) darf zuerst was nettes über die Wirtschaft des Staates sagen (oder wie großartig die Republikanische Partei im jeweiligen Staat dasteht) und dann Delegierte vergeben. Selbst Colorado, das eigentlich von Cruz gewonnen wurde und Trump dort nur 4 von fast 30 Delegierte hat, kündigt Trump als den nächsten Präsidenten an.

Damit New York jener Staat sein darf, der Trump über die nötigen 1237 Delegierten bringt, beginnt Michigan sich zu enthalten, dann ist New York dran, aber es geht sich noch nicht aus, sie enthalten sich und müssen warten bis Pennsylvania ihnen den Ball zurück spielt. Dann darf der Bub. Donald J. Trump: Douze Points.

Reden

Auch heute lässt es Trump sich nicht nehmen zu den Delegierten zu sprechen. Etwas länger als gestern, dafür nicht in Person sondern via Liveschaltung aus dem Trump Tower, bedankt er sich für die Nominierung. Ab dann gleicht der erste Abend dem zweiten – vor allem was den fehlenden Fokus angeht. Das Thema – Make America Work Again – wird von niemandem wirklich ernstgenommen. Doch  während der erste Abend eindeutig für die Basis programmiert wurde – mit Benghazi & Co. lockt man keinen Independent hinter dem Ofen hervor – ist der zweite Abend jener des Establishments. Am Floor könnte man für eine Stunde das Gefühl haben, dass es sich um eine ganz normale Convention handelt: Mitch McConnell, Paul Ryan und Chris Christie sind die LineUps der Prime Time.

Paul Ryan hält die erste inhaltliche Rede der Conventions. Sie wird seinem Image als Policy Wonk gerecht. Doch sie ist auch bewusst Kandidat-unabhängige: Sie hätte auf jeder anderen Convention genauso gut gehalten werden können. Bestes Beispiel dafür: Seine Rede endet nicht mit dem Auftritt Donald Trump in November zum Präsidenten zu machen, sondern damit im November eine “konservative Mehrheit” zu sichern.

Chris Christie macht danach was er am besten kann: Den Attackdog spielen. Sein Thema ist Außenpolitik. Er geht um die Welt und erklärt gegenüber welchen Ländern Clinton Amerika schwächer gemacht hat. Nach jedem Land fragt er – als ehemaliger US Attorney für New Jersey: „Is She Guilty or Not Guilty?“ Irgendwann gerät ihm der Stunt außer Kontrolle: ‚Lock Her Up‘ schreit der Saal – wie schon gestern nach den Verschwörungtheorien um Benghazi.

Doch nach rund einer Stunde die Trumps und verwandeln die bis dahin deutlich inhaltliche Convention in eine Reality Show.
Tiffany und Donald Jr. schaffen, was Melania gestern nur mäßig geschafft hat – nicht nur wegen der Plagiatsvorwürfe: Sie zeichnen ein Bild von Donald Trump als Familienvater: Die Notizen auf die Zeugnisse, Zärtlichkeiten und Unterstützung. Donald Jr. schafft es sich als Hands-On Billionär darstellen, der sogar weiß wie man einen Catapillar fährt (der Autor weiß nicht mal genau was das ist). Dass er meint, sein Vater bringe seiner Enkelin Golf bei, fällt den Delegierten nicht negativ auf. Auch nicht wenn er gegen “Crony Elites on the Top of the Heap” hetzt und flammend für Chancengleichheit plädiert. Wenn es einen Gewinner des Abends gibt, dann ist es er.

Allerdings dürfte es auch beim Junior zu nicht zugeschrieben Zitierungen gekommen sein:

Überschattet wird das allerdings vielleicht von Ben Carson. Der letzte große Speaker des Mittwoch Abend warf Clinton über Bande Saul Alinsky vor, den Teufel anzubeten.  Oder wie Ezra Klein es zusammenfasst:

Und dann ist es auch schon wieder vorbei. Plötzlich ist es fast Mitternacht und die tausenden delegierten zwängen sich durch die Security Gates zurück in die Freiheit.

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